Friday, March 8, 2013

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pace.

Wenn mein  Körper sanft die Oberfläche des Wasserspiegels durchbricht und allein die erste Berührung kleine Wellen auslöst, die interferieren und sich lustig auf dem Spiegel tollen, dann gibt es in solchen Momenten nichts Schöneres. Der Himmel ist dunkelblau, fast schwarz gestrichen und mit einem dünneren Pinsel wurden weiße Tupfen als Wolken gesetzt. Mit einem glitzernen Silbergelstift markieren kleine Punkte die Sterne. Mein Körper gleitet durch den Spiegel. Die kleinen Strudel hinter meinen Schultern machen niedliche Geräusche, fast als würden sie lachen und kichern und auf einer Sommerwiese toben. 
Dieser Moment vereint alles. 
Der Himmel, mit dem Kopf im Nacken, ist derselbe. 
Überall auf der Welt. 
Meine Augen sehen das Sommerdreieck, den kleinen und großen Bären...
Irgendwo da oben wohnt der kleine Prinz.
Mit den Zehenspitzen auf dem Boden drehe ich mich den Kopf verrenkend und die Augen weit aufgerissen, wie die eines fünfjährigen Mädchens, um in die unendliche Weite des Universums zu schauen. Und doch ist es nur ein so kleiner Teil. Egal, wer von meinen Lieben daheim jetzt zum Himmel schaut, wir alle können dasselbe sehen und das ist etwas so Schönes, Tröstliches, Unglaubliches, Magisches! 
Alles fließt dort oben zusammen und ich denke an so vieles.
Ich sehe uns beide am Küchentisch, mit bunten Tüchern in den Haaren und konzentriert dabei an einem Junitag die grünen Blättchen der Erdbeeren abzupfend. Wir riechen den fast fertigen Biskuitboden im Ofen und wir lachen. Wir wandern durch die Stadt. Es ist Sommer und heiß. Die Eislöffel der Cafés glitzern mit den Sonnenstrahlen um die Wette. Auf dem Wochenmarkt überlegen wir uns, was wir kochen wollen und wir haben so viel Spaß daran und irgendwann werden wir in unsere Tagebücher schreiben, wie schön es war. Wir machen eine Radtour und unterwegs sehen wir eine Imkerei. Wir halten an und dürfen von frischem Honig probieren und kaufen mehrere Gläser um unseren Mamas eine Freude zu bereiten. Wir liegen im Gras und lesen dicke Romane während unsere Gedanken so frei fliegen wie die Schmetterlinge, Marienkäfer und Hummeln um uns herum. Wir machen uns Blumenkränze, die unsere Haarpracht schmücken. Später werden wir sie trocknen lassen und wenn Winter wird, erinnern wir uns wieder an sie. Wir werden nachts auf dem Balkon sitzen und Eis löffeln und die Sterne beobachten und mir wird einfallen, dass es derselbe Himmel ist, dieselben Sterne, die jetzt auch über Kuala Lumpur leuchten und ich werde es nicht vergessen.


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Hallo, ich bin Sarah, komme aus Leipzig und teile hier einen Teil meiner Erfahrungen, die ich während meines Auslandsaufenthaltes in Kuala Lumpur mache. Ich mag es zu reisen egal wohin; mein liebstes Ferienziel ist die Ostsee. bin ich gerade mal nicht unterwegs beschäftige ich mich viel mit kunst, der mode und dem zeichnen.

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