Sunday, October 13, 2013

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All the luck in the world.

This is why we do this
This is worth the pain
This is why we bow down
and get back up again
This is where the heart lies
This is from above
Love is this, this is love!
- The Script, This is Love

Meine lieben, treuen Leser,

heute ist mein letzter, offizieller Sommerferientag. Ich sitze mit dicken, weißen Socken auf meinem zum Sofa umfunktionierten Bett. Draußen sehe ich tannengrüne, senfgelbe und braunrote Herbstblätter an den Bäumen. Ab und zu schaut die Sonne durch die Wolken. So wie jetzt gerade.
Was schreibt man, wenn viereinhalb Monate Sommerferien zu Ende gehen und ein ganz neuer Lebensabschnitt mit dem morgigen Tag beginnt?
Ich habe mir überlegt, dass ich aufschreiben möchte, was ich so gelernt und kennengelernt habe. Ich weiß noch nicht genau, wie das jetzt aussehen wird, doch wahrscheinlich ist vieles zum Lachen, manches zum Weinen, zum Glücklichsein und zum Darauslernen.
Bevor ich anfange, liebe Leser, lasst mich das hier sagen:

Ich danke euch, dass ihr mich seit 2011 begleitet habt. Durch Malaysia, Deutschland und alle anderen Stationen seitdem und ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch jetzt begleitet, mitlest, mitlacht, mitweint, mitmacht, mitlebt mit mir und meiner neuen Reise als Studentin.

Was ich gelernt/erkannt/festgestellt/erlebt habe:

Nichts ist das Ende der Welt. 
Ich dachte schon oft davor in vielen Situationen, dass ich das langsam wüsste, doch das stimmte nicht. Wenn man jünger ist und vielleicht noch ein Kind, brechen ganz schnell Welten zusammen: Wenn man sich nicht mit der Freundin treffen darf, weil man erst Hausaufgaben machen muss; weil die mühsam aufgebaute Murmelbahn zusammengekracht ist, obwohl man sich solche Mühe gegeben hatte, sie aufzubauen; wenn einem die Eltern Dinge verbieten aus Gründen, die man einfach nicht verstehen will und sich dann querstellt. Ich habe das Gefühl, dass je jünger wir sind desto schneller über eine zusammengebrochene Welt hinweg kommen. Die Murmelbahn ist zerstört? Dann bauen wir sie eben wieder auf oder spielen etwas anderes.
Als ich wusste, dass ich nicht würde das studieren können, was ich wollte, dachte ich, dass nichts mehr schön wird. Nie mehr. Ich wusste einfach nicht, wie ich darüber hinweg kommen sollte, denn wie soll man sein Leben leben, wenn der vielleicht größte Traum geplatzt ist? Nach und nach kam ich wieder auf die Beine und dachte, ich komme darüber hinweg, doch dann, umvorgewarnt, flossen die Tränen doch wieder. Einfach so. Irgendwann abends im Bett. Und immer, wenn ich dachte, jetzt ist es wirklich vorbei, kamen sie wieder. Mittlerweile habe ich mich wirklich damit abgefunden und meine Französischlehrerin schrieb mir: Wer weiß, wozu das alles gut ist...Wahrscheinlich hat sie Recht.
Was ich eigentlich sagen möchte, ist: Egal, wie tief man ins Kaninchenloch fällt: Alice hat nicht nur wieder herausgefunden sondern sie hat auch wundervolle Dinge gefunden. Ich hoffe, dass es mir auch so gehen wird und dass es euch allen so geht, wenn ihr mal fallen solltet.

Die Welt ist magisch.
Der Urlaub in Italien war großartig und ich kann nicht glauben, wie wundervoll unsere Erde an manchen Flecken ist. Besonders die Städte Pisa und Florenz haben mir das Gefühl vermittelt, dass es Magie und Zauber geben muss! ;)

Freundinnen und Familie sind ein Geschenk.
Ein Satz, der nach Klischee klingt, aber einfach wahr ist. Nicht nur meinen Geburtstag haben mir meine Freundinnen und Familie versüßt (wenn ihr das hier gerade lest: DANKE, IHR SEID DIE BESTEN!!), sondern auch viele andere Ferientage. Eis wurde geschleckt und Kuchen gebacken, Musik gespielt, gelacht und geshoppt und Zeit geteilt. Ich liebe euch von ganzem Herzen und wäre nichts ohne euch!

Es stimmt nicht, dass man Schulzeug innerhalb von über vier Monaten vergisst.
Ich ließ mich für den Französischsprachkurs hier an der Uni einstufen und hoffe, dass es nicht allzu viele Bewerber für diesen Kurs gab, so dass nicht gelost werden muss. Bei Losen hab ich immer Pech. Als ich auf mein Einstufungsergebnis wartete, saß ich wie auf heißen Kohlen, doch dann reichte mir die freundliche Dame ohne ein Wort folgenden Zettel, der mich sehr glücklich machte (ich habe meinen Namen retuschiert, deswegen ist er nicht drauf):


Es ist keine gute Idee, eine Tafel Schokolade in 2 Tagen zu killen.
Bedarf es da jeglicher, weiterer Erklärung? Vor ein paar Tagen hatte ich so einen Süßflash, dass eine wertvolle Lindt Mousse au Chocolat Tafel dran glauben musste. Ich hoffe, es kommt meiner Figur nicht zu schaden und mein Kaloriengewissen ist nicht allzu böse mit mir... ;)

Schlafen tut gut.
Wie manche von euch wissen, schlafe ich nie besonders gut. Egal, wie spät ich ins Bett gehe, spätestens gegen acht werde ich langsam wach. Ok, hust, also, mmmh, die letzten Tage wurde daraus zwar eher neun oder zehn Uhr, aber lassen wir das...Dadurch, dass mir die letzten Tage so viel Schlaf fehlte, holte sich mein Körper das alles auf einmal zurück. Nach einem späten Mittagessen letztens um halb vier, schmiss ich mich auf mein Bett mit dem Vorhaben für 10 Minütchen die Augen zu schließen. Daraus wurde eine geschlagene Stunde, in der ich nicht mal mein klingelndes Handy hörte wie sich später herausstellte...

Schreiben verlernt man niemals.
Ich liebe Schreiben, habe aber mein Tagebuch in letzter Zeit sehr vernachlässigt. Da ich letzte Nacht einen unglaublichen Traum hatte, an den ich mich so intensiv wie nie zuvor erinnern konnte, musste ich einfach schreiben. Und so landete ein Traum mit 11 vollgeschriebenen Seiten in meinem Tagebuch und jetzt habe ich ihn immer bei mir. Liebe Leser, wie ist es möglich, dass man etwas träumt, was man noch nie zuvor gefühlt und erlebt hat? Hat unser Unterbewusstsein Superkräfte?

Teebeutel machen schön.
Was auch alle wissen, die mich kennen, ist, dass ich immer extrem mit Augenringen zu kämpfen habe. Letztens dachte ich mir, dass ich endlich mal google, was es damit auf sich haben könnte. Angeblich kann es erblich sein. Aber ich kenne niemanden in meiner Familie bei dem die Augenringe so ausgeprägt sind wie bei mir. Da stand auch, dass man ein Blutbild machen lassen sollte, weil Schilddrüse und Herz betroffen sein könnten. Ich habe aber ein bisschen, nun, naja, äh, Angst vor'm Blut abnehmen, denn mir wurde noch nie welches gezogen und deswegen kommt das schon mal nicht infrage...Tja, und das beste Hausmittel sind angeblich abgekühlte  Teebeutel mit schwarzem Tee darin, die man sich auf's Auge legen soll. Ich hab's probiert und hatte zumindest das Gefühl, dass meine Augen von der Größe einer Christbaumkugel auf die einer Haselnuss abschwellen und das ist doch gar nicht mal so schlecht, oder?! ;)

Ach, liebe Leser, die Liste könnte noch weiter gehen, aber ich denke, dass man für jeden Tag so eine anlegen könnte, denn wir lernen jeden Tag dazu. Das hoffe ich doch ganz stark.

S und ich haben vor den letzten Ferientag heute bei Gundel ausklingen zu lassen. Das ist ein Café und eine Bäckerei in der Altstadt (also bei uns ganz in der Nähe) und immer, wenn wir zum Uniplatz oder zu den Geschäften wollen, kommen wir bei Gundel vorbei und sollte dort gerade mal nicht eine Horde Touristen stehen, so haben wir die Chance auch einen Blick ins Schaufenster zu werfen und ich sage euch, dort gibt es himmlische Dinge: Heidelberger Pflastersteine und Neckarkiesel, Nugatkringel und Sacherschnitten, Mandelberge und herbstliche Stollen, Quiches und frisches Brot und einfach alles, was das süße Herz begehrt. Da wir beide keine großen Freunde davon sind, uns an besonderen Tagen die Kante zu geben, zelebrieren wir den letzten Tag vor dem großen Tag lieber bei Gundel als mit einer Flasche Hochprozentigem. Das Einzige, was uns in die Quere kommen könnte, ist der chronische Platzmangel in dem Café...

Okay, puuh, ich kann gar nicht aufhören zu schreiben, denn, wenn ich aufhöre, bedeutet das, dass es mein letzter Post vor MORGEN ist. Und mit MORGEN beginnt so viel irgendwie und ihr merkt sicher schon, dass ich mich mal wieder unnötig hochschaukele, aber ich bin halt so aufgeregt!!!!!

Ihr hört sicher bald wieder von mir! :)

Alles Liebe aus (dem gerade sonnigen!! wohooooo!!!) Heidelberg! ;)

Eure Sarah






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Hallo, ich bin Sarah, komme aus Leipzig und teile hier einen Teil meiner Erfahrungen, die ich während meines Auslandsaufenthaltes in Kuala Lumpur mache. Ich mag es zu reisen egal wohin; mein liebstes Ferienziel ist die Ostsee. bin ich gerade mal nicht unterwegs beschäftige ich mich viel mit kunst, der mode und dem zeichnen.

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