Tuesday, December 10, 2013

Herzallerliebste Leser,

viel zu lange habe ich mich mal wieder nicht gemeldet. Dabei hatte ich sogar positives Feedback zu meinen angeblich "langweiligen" Alltagsposts bekommen. Übrigens nehme ich das mit dem "langweilig" zurück. Warum, erfahrt ihr gleich.
Ich muss aber auch sagen, dass ich zumindest sehr fleißig war über's Wochenende. Unser AG-Leiter in Verfassungsrecht gibt uns die Möglichkeit eine Übungsklausur zu schreiben, die er für uns korrigieren würde. Wir müssen die am Freitag abgeben und da ich wirklich gern mal wissen möchte, wo ich notentechnisch in Jura stehe, werde ich diese Klausur natürlich schreiben und zwar habe ich mir dafür morgen Vormittag vorgenommen. Dafür hab ich jetzt auch die letzten Tage geackert und ich bin schon voll aufgeregt, denn die Durchfallquote der Erstsemester in den Übungsklausuren liegt bei 90%!!! Zu den will ich eigentlich nicht gehören…. :(

Okay, aber nun dazu, weswegen der Alltag absolut nicht langweilig war:
Letzte Nacht um 20 Minuten vor 5 wachte ich auf, weil ich höllisches Bauchweh hatte. Ich dachte mir nicht viel dabei und wollte wieder schlafen gehen. Ihr kennt das ja sicher auch, oder? Ich mein, man hat ein wenig Bauchweh, schläft halt wieder ein und am nächsten Tag ist alles wieder in Ordnung. Ich konnte aber nicht wieder einschlafen; es wurde immer, immer schlimmer und langsam bekam ich Angst. Was sollte ich tun?! Ich hab hin-und her überlegt und dann später A auf WhatsApp angetextet, dachte mir aber schon, dass sie das sicher nicht hört. Also ging ich runter in den dritten Stock bis vor ihre Zimmertür und klingelte sie auf dem Handy an. Durch die Tür hörte ich ihren Klingelton und bekam von der Lautstärke einen solchen Schreck, dass ich wieder auflegte und es war mir so unangenehm, sie wecken zu müssen. Schließlich klopfte ich dann doch so lange bis sie aufmachte, weil ich die Schmerzen einfach nicht mehr aushielt.
Jetzt im Nachhinein bin ich so froh, dass ich bei ihr war.
Ich hab total geheult und mich auf ihrem Bett gewunden wie sonst was und wir wussten nicht, was wir tun sollten bis wir schließlich die Sanitäter auf 112 angerufen haben, die dann eine halbe Stunde später!!! kamen. Mittlerweile hatte A mir eine Schmerztablette gegeben, die die Schmerzen betäubte. Als die Sanitäter zu dritt ankamen war es mir fast schon etwas peinlich, dass wir sie wegen Bauchweh gerufen hatten. Ganz ehrlich: Die Sanis waren aber auch nicht sonderlich motiviert; sagten, es sei sicher bloß ein Magen-Darm-Infekt und sie würden mir raten, lieber zum Arzt zu gehen, da die Ärzte ja eh "in ein paar Stunden" aufmachten und ich im Krankenhaus bis zu 3 Stunden würde warten müssen. Schließlich willigte ich ein und blieb bei A. Mittlerweile war es um 7. Und kaum waren die Sanis weg bereute ich es wie Hölle, dass ich nicht mitgegangen war, weil wider Erwarten die Wirkung der Tablette nachließ und ich wieder begann, mich zu winden. A wetterte über die Sanis, die einem ja quasi in den Mund legen, dass man nicht ins Krankenhaus soll. Wir regten uns da später noch mehr drüber auf, weil ich mein, hallo, man hat ja um 6 am Morgen nichts besseres zu tun als 112 zu wählen! Aber egal.
Gegen Viertel vor 8 gingen wir zum Arzt und die liebe A ließ dafür sogar ihre Vorlesung ausfallen. Beim Arzt war es richtig, richtig gut. Ich war echt in meinem Leben noch nicht bei einem solch guten Arzt, der mich auf alles Mögliche untersuchte: Von Nierenencholik über Magen/Darm bis hin zu Blasenentzündung und Letzteres ist es schließlich auch, obwohl er sich die Bauchkrämpfe auch nicht erklären kann und meinte, ich solle unbedingt wieder kommen, wenn das nochmal passiert. Jetzt nehme ich Tropfen und ein Antibiotikum. Der ganze Tag war so komisch. Als ich nach Arzt-und Apothekenbesuch mit A nach Hause ging, kam es mir schon so lang her vor, dass ich bei ihr unten geklopft hatte. Um elf raffte ich mich auf um in die Vorlesung zu gehen. Von Viertel vor 3 bis 17:15 Uhr schlief ich tief und fest in meinem Bett, wachte schreckhaft auf und glaubte, der nächste Tag sei bereits angebrochen. Um 18 Uhr war ich mit S beim Yoga und jetzt sitze ich hier zu Hause und schiebe das "Ins-Bett-gehen" vor mir her aus Angst, dass sich die letzte Nacht wiederholen könnte. Aber mittlerweile geht es mir wirklich ganz gut.
Es tut wirklich gut, das hier alles aufzuschreiben und bitte, bitte versteht mich nicht falsch: Ich erzähle euch das nicht, weil ich hier eine große Mitleidsnummer schieben will, sondern weil es einfach das ist, was passiert ist - Alltag eben.
Ich hoffe ganz fest, dass alles besser wird, denn am Donnerstag werden M und ich für unsere Wohnheimsweihnachtsfeier am Samstag einkaufen gehen. Oh, darauf freue ich mich schon wahnsinnig!! Wäre ja auch voll blöd, wenn ich die im Bett verbringen müsste. Wirklich, ich freue mich da ja schon ewig drauf und MUSS einfach dabei sein! Tanzkurs ist auch noch am Samstagmorgen und den liebe ich auch und muss auch da unbedingt, unbedingt hin! ;)
Am dankbarsten bin ich heute aber echt für die liebe A, denn ich wollte sie ja wirklich, wirklich nicht wecken, doch ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte und sie sagte mir hinterher sogar, sie sei froh, dass ich gekommen bin.
Sehr dankbar bin ich in letzter Zeit auch für meine Mama, die ich einfach immer und egal wann anrufen und mit ihr über alles reden kann. Sei es auf "Beste-Freundin"-oder "Mutter-Tochter"-Ebene (und eigentlich ist das bei uns dasselbe. :P)

Okay, ich werde vielleicht noch etwas Yoga machen, meine Youtube-Playlist hören (ich hab endlich selbst eine zusammengestellt! Ich wusste doch, dass das irgendwo geht. ;)), die ihr hier findet:

http://www.youtube.com/playlist?list=PLObNEXsFDFFJ2AYg5jk3Pp9LzwKGEdZ4I

und dann doch ins Bett gehen.

Danke für's Lesen! :)

Ich hab euch lieb!
Eure Sarah
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